Deponie Am Bruchhübel
Der BUND Landesverband Rheinland-Pfalz e. V. begleitet seit 25 Jahren die Bemühungen um die Chemieabfalldeponien Am Bruchhübel. Auf mehreren Feldern zwischen Bad Dürkheim und Maxdorf wurden in den 60er Jahren zahlreiche, teils giftige Abfälle deponiert. Bis heute haben die Verantwortlichen nicht alle Flächen saniert und rekultiviert. Probleme bereitet vor allem das "Feld 3", auf dem Altlasten der BASF lagern. Die teilweise hilflos erscheinenden Bemühungen der Behörden führten zu einem schier unendlich erscheinenden Sanierungsverfahren.
Im letzten Jahr ist von der SGD Süd mit Hilfe eines engagierten Erpolzheimer Bürgers ein neues Gutachten in Auftrag gegeben und veröffentlicht worden. Das Gutachten wurde vom Technologiezentrum Wasser der TU Karlsruhe erarbeitet. Dieses Gutachten hat vollständig die fortschreitende katastrophale Kontamination der oberflächennahen Grundwässer im Landschaftsschutzgebiet bestätigt: von der Deponie geht eine kilometerweite Verschmutzung in die unterliegenden Grundwässer und Böden im Landschaftsschutzgebiet „Bad Dürkheimer und Erpolzheimer Bruch“ aus (siehe auch Pressemitteilung vom 7.12.2010).
Am 6.12.2010 stellte die SGD Süd in einer Informationsveranstaltung diese neuen Ergebnisse der Öffentlichkeit vor. Die Vorträge mit den aktuellen Daten sind bei der SGD Süd hier abgelegt: www.sgdsued.rlp.de/Startseite/broker.jsp
Nach Auffassung des BUND gibt es nur einen Weg, die Giftfahne effektiv in den Griff zu bekommen: Die gesamte Deponie muß eingekapselt, also von einer wasserundurchlässigen Spundwand ummantelt werden. Dazu wurde am 13.1.2011 nochmals eine Stellungnahme an die SGD Süd geschickt.
Am 30.5.2011 fand in Bad Dürkheim im Dürkheimer Haus eine Informationsveranstaltung zum aktuellen Stand der Untersuchungsergebnisse der BASF Altlasten am Bruchhübel statt. Die Präsentationen und Stellungnahme von SGD-Süd und TWZ finden Sie hier:
www.sgdsued.rlp.de/Startseite/broker.jsp
Am 23.11.2011 fand in Bad Dürkheim eine weitere Informationsveranstaltung mit Vertretern von BASF und SGD Süd statt. Sowohl von der BASF als auch von der SGD waren weiterführende Untersuchungen durchgeführt worden, deren Ergebnisse und Bewertungen vorgestellt und diskutiert wurden. Ebenso wurde von der BASF ein Sanierungsplanung für die Fahnenspitze von Feld 3 vorgestellt, sowie die verschiedene Varianten zur Sicherung und Sanierung des Deponiekörpers von Feld 3. Weiterer Punkt waren die Ergebnisse der Erkundungen zu Feld 5 und die von BASF beauftragte Gefährdungsabschätzung. Das Technologiezentrum Wasser (TZW) Karlsruhe führte zu diesem Themenkomplex im Auftrag der SGD Süd eine Plausibilitätsuntersuchung durch: www.sgdsued.rlp.de/Startseite/binarywriterservlet
Das belastete Wasser aus der Grundwasserfahne soll in Gräben gefangen und zur Kläranlage Dürkheim gepumpt werden. Dort wird es über Aktivkohlefilter geleitet, die den Gehalt an AOX auf 100 μg/m3 verringern sollen.
Auch über die möglichen Verfahren zur Sicherung an der Quelle wurde diskutiert, über das Verfahren der Wahl soll 2012 entschieden werden. Das aufwändigste der bisher vorgestellten Verfahren wäre der Einbau einer Schlitzwand, die das Eindringen von Grundwasser von außen verhindert. Einige Diskussionsteilnehmer forderten das vollständige Auskoffern der Deponie. Eine Prüfung dieser weiteren Option wurde zugesagt.








